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Antwort
Wetterhexe hat nicht direkt gesagt: Die Juden sind Fremde. Nur: die Sprach-Logik ihres Beitrags zielt darauf ab. Sie sagt nämlich zur Äußerung des Zentralrats der Juden, das sei eine "Einmischung". Wenn ich von jemand sage, er mische sich in etwas ein, dann bringe ich zum Ausdruck, daß dieser sich mit Dingen beschäftigt, die ihn nichts angehen.
Der Zentralrat der Juden vertritt die Interessen der Juden, die in der Mehrzahl der jüdischen Gemeinden in Deutschland organisiert sind. Er ist eine Einrichtung, die in Deutschland für eine bestimmte in Deutschland lebende Gruppe (mehrheitlich deutsche Staatsbürger) sich einsetzt. Wenn nun gesagt wird, diese Einmischung steht dem Zentralrat nicht zu, bevor er sich - so schreibt Wetterhexe weiter unten - nicht für die Menschenrechte in Israel eingesetzt hat, dann ist die Logik:
Wenn der Zentralrat sich erst für israelische Belange einsetzen muß - nach Wetterhexe - dann ist er keine deutsche Angelegenheit.
Außerdem: Der Satz, der Zentralrat mische sich ein kommt bei Wetterhexe im gleichen Atemzug wie die Einmischung der Inder. Der Zentralrat wird von ihr in dieser Äußerung also auf gleicher Ebene gesehen.
Deshalb mein Einwand, der auch auf Diskussionen in früheren Postings von Wetterhexe anspielt:
"Wollte ich nur gesagt haben, falls wieder mal die unsägliche Platte hier aufgelegt wird, Juden seien Fremde - also keine Deutsche und hätten folglich den Mund zu halten. Eine sehr deutsche Logik!"
Das ist einfach die Schlußfolgerung daraus!
Die Logik von Wetterhexe bezüglich des Zentralrats der Juden ist ungefähr so naheliegend, wie wenn ich sagen würde, die EKD oder das Zentralkommittee der deutschen Katholiken dürfen sich zur Hetzjagd in Mügeln erst dann äußern, wenn sie sich darum gekümmert haben, daß die Protestanten und Katholiken in Nordirland miteinander friedlich umgehen. Vorher hätten sie sich nicht in diese Diskussion "einzumischen".
Und warum meine Äußerung
""Und für die Überlebenden ist es auch nicht vorbei. Für einen großen Teil der Nachkommen der Überlebenden bis in die Enkelgeneration hinein eben auch nicht."
eine Antisemitismuskeule darstellen soll und mich - nach Deinen Worten als ewig gestrig qualifiziert - kann ich nicht nachvollziehen.
Die Überlebenden der Vernichtungslager leiden häufig an körperlichen Folgen dieser Zeit und auch an den seelischen Traumata. Das geht an keinem Menschen spurlos vorüber. Und auch an die Kinder und Enkel der Überlebenden sind solche traumatischen Erfahrungen weitergegeben worden. Das ist inzwischen eine Binsenweisheit. Jeder der mit Überlebenden zu tun hat, kann davon erzählen. Und Forschungsarbeiten gibt es auch dazu. Was soll also daran "Antisemitismuskeule" sein.
Oder heißt "Antisemitismuskeule": Ich als nicht-jüdischer Deutscher will sowas nicht hören. Es interessiert mich nicht und geht mich nichts an. Es ist unangenehm. Deshalb will ich damit in Ruhe gelassen werden. Und wenn jemand auf diese Erfahrungen hinweist, ist das "Antisemitismuskeule", weil es unangenehm ist?
Diese Dinge sind geschehen. Man kann sie nicht rückgängig machen. Die heutige Generation ist nicht für die Geschehnisse verantwortlich, aber für den Umgang damit. Und da finde ich, es ist das mindeste, daß man solche Äußerungen respektiert und - soweit wie möglich - mit einem gewissen Einfühlungsvermögen reagiert.
Ich stimme Deinem Anliegen, daß mehr Geld in Bildung etc. investiert werden sollte zu.
Meine Frage, was Dich beim Aufwachsen in Deutschland beeinträchtigt hat, hast Du leider immer noch nicht beantwortet.
Du fragst:
"Warum könnt ihr nicht im 3ten Jahrtausen leben ?" und meinst mit dem "IHR" offensichtlich die Juden. Juden leben inzwischen im sechsten Jahrtausend. In einigen Wochen wird das jüdische Neujahrsfest gefeiert - und zwar des jüdischen Jahres 5768 ;-)
Unabhängig davon, was ich von der heutigen amerikanischen Politik halte, denke ich, daß die Bundesrepublik Deutschland ohne die Amerikaner nicht d i e demokratische Kultur hätte, die sie hat.
Du hast, die Dinge sind geschehen.
Man kann sie auch nicht rückgängig machen - stimmt auch.
Traumtisierte Enkelgeneration - kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne niemanden aus dieser Enkelgeneration.
Aber die Verantwortung für den Holocaust, die uns als deutsche und nichtjüdische Enkelgeneration immer noch zugeschoben wird, muss ich dankend ablehnen.
Sicherlich bin ich für meine Handlungen in Bezug auf andere Menschen verantwortlich. Aber ich kann für mich nur sagen, das beim Umgang mit anderen Menschen nur mein Gegenüber als Mensch zählt. Seine Religion, seine Hautfarbe oder alles irgend etwas anderes als seine Handlungen interessieren mich nicht einmal im Ansatz.
Und ich lehne auch die Verantwortung für irgendwelche rechte Idioten ab. Die sollten, wenn sie eine strafbare Handlung begehen, in den Bau wandern. Ich bin der Meinung, wenn man diesen Idioten mehr als die notwendige Aufmerksamkeit widmet, als das, was an rechtlicher Aufmerksam sein muss, haben sie doch genau das erreicht, was sie wollten.
2. Ich fragte, warum Ihr nicht im 3. Jahrtausen leben könnt. Und ich meinte damit explizit Euch, die Ihr Nichtjuden seid und immer wieder der Meinung seid, extremer auf Äusserungen zu reagieren, als es, zumindest in meinen Augen, notwendig wäre.
Zu Deiner Frage nach meinem Aufwachsen :
Ich bin im Rheinland aufgewachsen.
Wenn man schon in der Schule zu hören bekommt, das man die Hörigkeit, die man früher der deutschen Obrigkeit hat zukommen lassen sollen, nun den Alliierten im Allgemeinen und den Amerikanern im besonderen zukommen lassen soll, ist das im Nachhinein doch irgendwie etwas hinderlich in der Entwicklung einer eigenen Meinung und eines Selbstbewustseins anderen Nationen gegenüber.
Auch ist die Dauerbeschallung (mindestens 1x jährlich) in Bezug auf den Holocaust von Lehrern, die der Meinung waren, das jede Kritik an Israel Kritik an den Juden im allgemeinen und den deutsche Juden im besonderen ist, ist ja nun auch nicht geeignet, ein unvoreingenommenes Weltbild zu fördern.
Ich habe gegen niemanden etwas, ich bin aber auch nicht ausgesprpchen für irgend jemanden. Zumindest keine Nation und auch keine Religion.
Ach ja - oh die Alliierten im Allgemeinen und Amerikaner im besonderen hätten wir deutsche möglicher Weise auch ein gesundes Verhältnis zu Deutschland und würden und nicht immer, im Gegensatz zu allen anderen Nationen, schämen zu sagen "Ich bin Deutscher". Im Gegensatz zu allen anderen Nationen.
Alle andere sagen "Ich bin ..... und ich bin Europäer." Wir Deutschen sagen "Ich bin Europäer und ich bin Deutscher!" weil andersherum möglicher weise den Eindruck erwecken könnte, man wäre in der SS.
Das sind die Sachen, die mich von der heutigen Warte aus betrachtet geprägt haben und an einigen Stellen auch in meiner Entwicklung behindert haben.